Open Access

Open Access beschreibt das Ziel, das weltweite Wissen in digitaler Form ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren zugänglich und nachnutzbar zu machen. Um das in Wissenschaft und Forschung fortlaufend erweiterte, modifizierte und in wissenschaftlichen Publikationen dokumentierte Wissen diesem Prinzip gemäß der Fachwelt zu eröffnen, muss eine zukunftsweisende digitale Forschungsumgebung einen gut organisierten, nachhaltig finanzierten und unkomplizierten Zugang zu entgeltfrei verfügbaren Publikationen gewährleisten.

In diesem Handlungsfeld werden die Aktivitäten der bereits bestehenden und gegebenenfalls zu erweiternden Allianz-Arbeitsgemeinschaft Open Access intensiviert, um den offenen Zugang zu Texten, Primärdaten und anderen digitalen Objekten wissenschaftspolitisch voranzutreiben und praktisch umzusetzen.

Ein Ziel des Handlungsfeldes ist der Ausbau institutioneller und disziplinärer Repositorien sowie deren stärkere Vernetzung. Im Rahmen der Allianz-Aktivitäten werden Anreizkonzepte entwickelt: erstens – bezogen auf die Forschungseinrichtungen – die Standardisierung, Vernetzung und Qualitätssicherung von Publikationsservern vornehmen zu lassen und zweitens – bezogen auf die einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Publikationen (sekundär) im sogenannten „grünen Weg“ des Open Access über Publikationsserver verfügbar zu machen.

Zweites wesentliches Ziel ist es, durch ein gemeinsames Vorgehen neben dem „grünen Weg“ auch den sogenannten „goldenen Weg“ des Open Access (ein Beitrag ist unmittelbar mit der Publikation in einer Zeitschrift frei zugänglich) weiterzuentwickeln. Im Vordergrund steht die Weiterentwicklung von Geschäfts- und Fördermodellen und deren gemeinschaftliche Finanzierung. In Modellprojekten soll insbesondere verfolgt werden, auf welche Weise Subskriptionskosten und Publikationsgebühren korreliert beziehungsweise umgeschichtet werden können. Es werden in Zusammenarbeit mit einzelnen Fachdisziplinen Modelle entwickelt und erprobt, die darauf abzielen, Kosten für Publikationen als letzten Schritt des Forschungsprozesses zu finanzieren. Dabei muss durch geeignete Budgetierungsmaßnahmen sichergestellt werden, dass die Forschungsmittel dadurch nicht belastet werden.


 
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