Nutzungsrechte

Viele Aktivitäten der Allianz-Initiative sind in besonderer Weise darauf ausgerichtet, nicht nur den möglichst freien Zugang zu Publikationen und Forschungsdaten zu eröffnen, sondern auch deren Verfügbarkeit in einer Weise zu gewährleisten, dass Forschungsergebnisse durch Dritte umfassend nachgenutzt werden können. Dies zeigt sich z.B. in Verträgen für Allianz- Lizenzen, wenn das Hosting oder die Bereitstellung von Zeitschriftenartikeln über Virtuelle Forschungsumgebungen abgesichert werden oder wenn in den Grundsätzen zum Umgang mit Forschungsdaten die Bedeutung von Standards als eine von mehreren Voraussetzungen für deren Nachnutzbarkeit thematisiert wird. Eine effiziente und wettbewerbsfähige Wissenschaft wird künftig immer stärker darauf angewiesen sein, dass die Nachnutzbarkeit und Verifizierbarkeit von Forschungsergebnissen rechtlich, technisch und organisatorisch abgesichert ist.

Eine besondere Herausforderung besteht zudem darin, die freie Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten in der Wissenschaft rechtlich abzusichern und einer drohenden Kommerzialisierung dieses Bereichs entschieden entgegen zu treten.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dem Aspekt der prinzipiellen Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen in allen Bereichen der Allianz- Initiative gleich hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu müssen Leitlinien entwickelt und vereinbart werden, die technisch-organisatorische Aspekte (z.B. Standards, Interoperabilität, Metadaten, Speicherung und Archivierung) ebenso wie rechtliche Aspekte (z.B. Gestaltung von Verträgen, Vergabe von Lizenzen, Codes of Practice) berücksichtigen und die in der gesamten Allianz- Initiative stringent umgesetzt werden. Internationale Diskussionen und Entwicklungen (z.B. Open Science) sollten dabei Eingang finden. Leitlinien, mit denen die Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen prinzipiell abgesichert werden kann und die für alle Arbeitsgruppen der Allianz- Initiative handlungsleitend sind, werden im Rahmen einer ad-hoc- Arbeitsgruppe erarbeitet.