Open Access Gold

Eine systematische Verbindung zwischen den beiden Aufgabenfeldern Open Access und Lizenzen wird immer dringlicher. Die Ausgangslage für eine systematische Verankerung des Open Access in Lizenzen ist deutlich günstiger als vor fünf Jahren: Inzwischen gibt es kaum noch namhafte Verlage bzw. publizierende Fachgesellschaften, die nicht auch eine oder mehrere reine Open-Access-Zeitschriften im Portfolio haben. Insbesondere der Goldene Weg des direkten Open-Access-Publizierens wird zunehmend als ein valides Geschäftsmodell der Zukunft betrachtet.

Die Allianz-Initiative sollte diese Entwicklungen aufgreifen und die Rahmenbedingungen einer möglichen Transformation des bisherigen Subskriptionssystems auf ein Publikationskostenmodell aktiv mitgestalten. Dazu wird vorgeschlagen, die Expertise der beiden einschlägigen Arbeitsgruppen zu Lizenzen und Open Access zu bündeln und eine ad-hoc-Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit den strategischen und operativen Fragen in Bezug auf die Einführung von potentiell auch größeren Open-Access-Verträgen nach dem Publikationskostenmodell befassen wird. Wichtig erscheint es, insbesondere die Expertise solcher Universitäten in die ad-hoc-Arbeitsgruppe einzubinden, die bereits über Erfahrung im Aufbau und der Administration von Publikationsfonds verfügen.