Digitale Werkzeuge – Software und Dienste

Handlungsfeld

Software und digitale Dienste sind heute essentiell für das wissenschaftliche Arbeiten, so dass Forschung und Lehre zunehmend abhängig von kommerziellen, open-source-lizenzierten sowie individuell selbstgeschaffenen Software-Lösungen sind. Zugang zu kommerziellen Lösungen zu schaffen, Erhalt und Weiterentwicklung von freien Lösungen zu sichern, und die Entwicklung von Individuallösungen zu ermöglichen ist insofern eine zunehmend unverzichtbare Infrastrukturaufgabe. Für die operative Praxis ist die Unterscheidung in (i) individuelle Forschungs-Software wie z.B. Simulations- oder Steuerungs-Software, (ii) Standardsoftware wie z.B. Office Software, Mathematische Software oder Visualisierungspakete und (iii) Online-Dienste wie z.B. Suchmaschinen, File Sharing Tools, Open Source Code Repositories, Dokumentenserver, Data Repositories, Compute und Storage Cloud Services, Identity Services oder Soziale Netzwerke hilfreich. Die Geschäftsmodelle reichen von kosten- und verpflichtungslos (open bzw. libre) über datenverwertend („kostenlos“) und klassisch kommerziell („kosten-pflichtig“) bis zu institutionell gefördert (sponsored).

Schwerpunkte 2018 bis 2020

Im Zusammenhang mit Standardsoftware und Online-Diensten bestehen durch die individuellen Interessen der kommerziellen oder nichtkommerziellen Anbieter bzw. Träger Herausforderungen, die im Rahmen von Lizenzierungen bzw. Nutzungsverträgen geeignet zu adressieren sind. In Bezug auf die föderierten oder konsortialen, öffentlich finanzierten Strukturen (z.B. DFN oder Formen der NFDI), die Infrastruktur- und Repository-Dienste tragen können, ist ein regelmäßiger Austausch mit dem Handlungsfeld „Föderieren von IT-Infrastrukturen“ vorzusehen. Für Forschungssoftware, die oftmals im Rahmen von befristeten Projekten als Eigenentwicklung entsteht, sind die Einhaltung der Prinzipien der „guten wissenschaftliche Praxis“ (wie Nachvollziehbarkeit, Reproduzierbarkeit, Transparenz und Qualitätssicherung) zu unterstützen und Fragen der Nachnutzbarkeit und Verwertung (wie urheber-, patent- und haftungsrechtliche Fragen) zu bearbeiten. Im Hinblick auf generische Aspekte der akademischen Software-Entwicklung gibt es bereits europäische Initiativen wie Knowledge Exchange oder softwareheritage mit denen eine Zusammenarbeit hilfreich erscheint. Der publizierte Quellcode (nebst zugehörigen Parametern, Dokumentationen und Workflows) der in vielen Fächern entsprechend dem vielfältigen und spezifischen Bedarf entwickelten Forschungssoftware stellt dabei einen wissenschaftlichen Ergebnistyp sui generis dar, der wie publizierte Forschungsdaten zunehmend neben klassische textuelle Publikationen tritt und im Austausch mit dem Handlungsfeld „Wissenschaftliches Publikationssystem“ zu betrachten ist.

Arbeitsgruppe

Kontakt:

  • Vorsitzender:
    stellvertretender Vorsitzender:
  • Konrad Förstner
    Georg Feulner

NameBenannt durch
Matthias KaterbowDeutsche Forschungsgemeinschaft
Michael GoedickeDeutsche Forschungsgemeinschaft
Leander SeigeDeutsche Forschungsgemeinschaft
Zeki Mustafa DoganDeutsche Forschungsgemeinschaft
Dirk Eisengräber-PabstFraunhofer-Gesellschaft
Uwe KonradHelmholtz-Gemeinschaft
Bernadette FritzschHelmholtz-Gemeinschaft
Björn BrembsHochschulrektorenkonferenz
Konrad FörstnerHochschulrektorenkonferenz
Klaus WannemacherHochschulrektorenkonferenz
Thomas DandekarHochschulrektorenkonferenz
Georg FeulnerLeibniz-Gemeinschaft
Jürgen FuhrmannLeibniz-Gemeinschaft
Michael FrankeMax-Planck-Gesellschaft
Stefan JanoschMax-Planck-Gesellschaft
Johannes ReetzMax-Planck-Gesellschaft
Thomas RodeLeopoldina
Mathias BornscheinBibliotheken der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes (BRB) (Gast)