Föderieren von IT-Infrastruktur

Handlungsfeld

Wissenschaftliche IT-Infrastruktur gründet auf einem Zusammenspiel von Basisinfrastruktur (technische Basis des Internet), zunehmend virtualisierter, cloud-basierter Basisfunktionalität (Speicher, Rechenkapazität) sowie genuin wissenschaftlichen Anwendungen und Datenstrukturen. Die Wissenschaft stellt höchste Ansprüche und setzt Standards für das notwendige Zusammenspiel aller Ebenen der IT-Infrastruktur, wie bereits früher aus dem Hochleistungsrechnen (HPC) bekannt und heu-te durch die hochspezialisierte, datenintensive Forschung in breiter Ausprägung, in zahlreichen fachspezifischen Informationsinfrastrukturen zu erkennen. Das Föderieren von Informationsinfrastrukturen ist sowohl auf nationaler Ebene im Kontext nationaler Forschungsdateninfrastrukturen wie internationaler Ebene in Kontext europäischer Cloud-Initiativen ein hochaktuelles Thema. Aufgabe und Anliegen der Wissenschaftsorganisationen ist es, zum Erfolg der nationalen und supranationalen Vernetzungsstrukturen beizutragen, indem die inhaltliche Ausgestaltung der Prozesse wissenschaftsgeleitet und wissenschaftsnah erfolgt.

Schwerpunkte 2018 bis 2020

In mehreren Kontexten werden föderierte wissenschaftliche IT-Infrastrukturen derzeit behandelt: in Deutschland fachübergreifend (NFDI) und fachspezifisch (etwa GFBIO) und als nationale Beiträge für Europäische Infrastrukturen (etwa ARGO, ELIXIR, CESSDA, SHARE, DARIAH, EUDAT, CLARIN) sowie in Europa im Rahmen der European Cloud Initiative (European Data Infrastructure, European Open Science Cloud). Die Aktivitäten reichen von der Einrichtung kommerziell verfügbarer IT-Basisinfrastruktur bis zu speziellen fachspezifischen Open-Source Anwendungen. Mit Blick auf die Aktivitäten von BMBF, GWK, RfII, Europäischer Kommission und anderer, die sich mit einschlägigen Wandelprozessen befassen, wird die Allianz-Initiative diejenigen Felder identifizieren, zu denen weiterer Handlungsbedarf besteht, und eigene Vorschläge zu deren Gestaltung einbringen. Die Allianz-Initiative agiert mit dem Ziel, Kommunikation und Organisationsprozesse der Wissenschaftsorganisationen im Rahmen politischer Entscheidungsfindungen anzustoßen, vorzubereiten und zu unterstützen, und so dazu beizutragen, wissenschaftsadäquate Governance-Mechanismen zu etablieren.

Arbeitsgruppe

Kontakt:

  • Vorsitzender:
    stellvertretender Vorsitzender:
  • Willi Scholz
    Raphael Ritz

NameBenannt durch
Stefan Winkler-NeesDeutsche Forschungsgemeinschaft
Christian GrimmDeutsche Forschungsgemeinschaft
Brigitta König RiesDeutsche Forschungsgemeinschaft
Joachim SchachtnerDeutsche Forschungsgemeinschaft
Frank StrathoffFraunhofer-Gesellschaft
Holger HaasHelmholtz-Gemeinschaft
Achim StreitHelmholtz-Gemeinschaft
Uwe SchwiegelshohnHochschulrektorenkonferenz
Ramin YahyapourHochschulrektorenkonferenz
Holger BusseHochschulrektorenkonferenz
Andreas WeberHochschulrektorenkonferenz
Willi ScholzLeibniz-Gemeinschaft
Carola SöhngenLeibniz-Gemeinschaft
Thomas Lengauer Leopoldina
Stefan Artmann Leopoldina
Michael FrankeMax-Planck-Gesellschaft
Hermann LedererMax-Planck-Gesellschaft
Raphael Ritz Max-Planck-Gesellschaft
Henriette SenstBibliotheken der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes (BRB) (Gast)